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31.07.2017 Über 40 Jahr fest mit der Kaufmännischen Schule Schopfheim verbunden

Der stellvertretende Schulleiter Ino Hodapp geht zum Schuljahresende in den Ruhestand!

 

Spätestens bei der Abschiedsfeier, zu der Hodapp sein Kollegium, seine Familie und bereits pensionierte Kollegen eingeladen hatte, wurde allen klar, was eigentlich unfassbar scheint: Der Abschied von einer Persönlichkeit, die über mehrere Jahrzehnte das Bild und die Entwicklung der Kaufmännischen Schule entscheidend mitgeprägt hat, ist definitiv.

Schulleiter Bernhard Stockmar verabschiedete in seiner Ansprache seinen langjährigen Weggefährten mit sehr persönlichen Worten. Ino Hodapp sei bei seinem eigenen Dienstantritt seine erste Bezugsperson gewesen, und er habe immer eng mit ihm zusammengearbeitet, als Kollege, im Personalrat und schließlich in der Schulleitung. Er hinterlasse in fachlicher und menschlicher Hinsicht ein großes Vakuum.P1140359

 

Nach Abschluss seines Studiums in Stuttgart-Hohenheim sei Hodapp 1974 zum Referendariat nach Schopfheim gekommen, wurde aber kurz danach schon zum Wehrdienst abberufen und beendete sein Referendariat schließlich in Bad Säckingen. Seit 1977 dann durchgehend an der Kaufmännischen Schule Schopfheim genoss er als Verbindungslehrer, Personalrat, Mentor und Pionier im Bereich der EDV das Vertrauen aller am Schulleben Beteiligten. In Beurteilungen wurden immer wieder seine hohe Leistungsbereitschaft, seine überdurchschnittliche Belastbarkeit, seine gute Gesundheit, sein Organisationstalent, seine Beharrlichkeit und seine ausgeglichene Art hervorgehoben.  Auf der Karriereleiter ging es vom Handelsschulrat zum Studienrat, Abteilungsleiter für die Vollzeitklassen und Oberstudienrat weiter. 2001 wurde er zum Studiendirektor befördert und im 2003 zum stellvertretenden Schulleiter ernannt. Für Stockmar als Schulleiter sei er der ideale Stellvertreter gewesen, der loyal hinter dem Schulleiter stand, aber sich genauso in brenzligen Situationen schützend vor ihn stellte. Dank Mut und dem schwarzen Gürtel habe er auch einen nächtlichen Alarmfall in der Schule alleine und ohne jemand anderen zu behelligen mit Taschenlampe und einem Bengel gelöst.

Eine wichtige Aufgabe übernahm Hodapp mit der Einführung und dem Aufbau der Übungsfirmen in der KSS. Damals noch innovativ sind diese inzwischen ein festes und unverzichtbares  Angebot der Schule  und helfen vielen Schülern, vor ihrer Ausbildung Einblicke in die Geschäftsabläufe in Unternehmen zu bekommen und entsprechende Tätigkeiten in virtuellen Firmen einzuüben. 

Stockmar dankte Hodapp für seinen langjährigen engagierten Einsatz und wünschte ihm für seinen neuen Lebensabschnitt – ob „mit Enkelkindern oder Schafherde“ – alles  erdenklich Gute.

In seiner Ansprache an das Kollegium zeichnete Hodapp ein bewegtes Bild von seinen Anfängen als Schüler bis zum Studienabschluss. Am eigenen Leib habe er erfahren, dass Lehrerpersönlichkeiten einen entscheidenden Eindruck hinterlassen können, negativ und positiv, und dieser Verantwortung solle sich jeder Lehrer unabhängig von den neuesten bildungspolitischen Trends bewusst sein. Hodapps Versuch, seiner Bodenständigkeit ein paar Jahre im Auslandschuldienst in Uruguay entgegenzusetzen, ließ sich zwar zu seinem Bedauern nicht in die Tat umsetzen, aber er bewies vielfältige Interessen und Qualitäten als nebenberuflicher Versicherungsvertreter, Mitgründer einer GbR, Ortsvorsteher, Ahnenforscher, gesetzlicher Betreuer einer behinderten Frau, Rettungsschwimmer, Hilfsbademeister, rechte Hand seiner Frau bei der Handballjugend und schließlich als Züchter von bayrischen Bergschafen, die als gefährdete Tierrasse gelten. Diese vielfältigen Interessen und seine Lebensnähe seien auch immer seinen Schülern zugute gekommen. Am Ende eines erfüllten Berufsleben zieht Hodapp für sich das Fazit, dass er immer gerne Lehrer gewesen sei, dass aber auch irgendwann einmal Schluss sein müsse.

Das Kollegium hatte sich einiges zu einem beschwingten Abschied einfallen lassen. Zunächst wurde in einem Quiz überprüft, ob Hodapp wirklich – so die angebliche Vorgabe des Regierungspräsidiums – ein sinnvolles Hobby vorzuweisen habe, damit die Pensionierung rechtskräftig werden könne. Ziemlich mühelos beantwortete Hodapp auch ausgefuchste Fragen zum Thema Schafzucht und hatte somit diese Hürde genommen. So konnte das Kollegium mit Überzeugung „Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an“ vorsingen, eine Torte mit Aufschrift „Mein letzter Schultag“ präsentieren und Wellness-Gutscheine überreichen, damit Hodapp dann im neuen Schuljahr viel für sein Wohlbefinden tun kann und sich die Sehnsucht nach der alten Wirkungsstätte in Grenzen hält. Falls sich diese dennoch zeigen sollte, wurde ihm von der Schulsekretärin Monika Staufenberger ein symbolischer Schulschlüssel überreicht, um zu Ausdruck zu bringen, dass er jederzeit als Gast an der KSS willkommen ist.

Angelika Boehme, 24.07.2017

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