Interview Berufskolleg II

Im kaufmännischen Berufskolleg II zur Fachhochschulreife

Ein Interview mit Schülern aus dem kaufmännischen Berufskolleg II

 BK II Üfa

Warum haben Sie sich entschlossen, das BK II zu besuchen?

Robin: Nach der mittleren Reife in der Realschule habe ich nicht gleich einen Ausbildungsplatz gefunden und deshalb erst einmal das BK I besucht. Dort lief alles gut für mich und deshalb entschloss ich mich, im BK II weiterzumachen. Wenn man zum Beispiel Industriekaufmann werden will, ist es bei Bewerbungen gut, wenn man das BK II absolviert hat.

Elisabeth: Außerdem hat man ja auch keinen echten Abschluss nach dem BK I, sodass ich auch deswegen weitergemacht habe.

Marco: Und wenn man wie ich studieren will, braucht man auf jeden Fall den Abschluss Fachhochschulreife, den man mit dem BK II erwirbt.

Es scheint, dass Sie ganz konkrete Ziele nach dem Abschluss des BK II haben.

Elisabeth: Ich möchte eine Ausbildung zur Automobilkauffrau machen oder ein duales Studium im Bereich BWL.

Marco: Mein großes Ziel ist es, Nautik zu studieren, was entweder in Zürich oder in Hamburg möglich ist.

Robin: Nach einer Ausbildung zum Industriekaufmann möchte ich mich auf jeden Fall weiterqualifizieren, zum Beispiel zum Fachwirt.

Welche Fächer finden Sie im BK II besonders wichtig und interessant?

Robin: In der Realschule hatten wir kein BWL (Betriebswirtschaftslehre). Das war ein ganz neues Fach für mich, in dem ich vieles lerne, was ich auch im Leben brauchen kann.

Elisabeth: Genau, und ich sehe durch dieses Wissen jetzt vieles mit anderen Augen, zum Beispiel welche Methoden in der Werbung angewandt werden.

Marco: Ich finde auch SK (Steuerung und Kontrolle) sehr interessant, weil man vieles über Buchhaltung und Bilanzen lernt und erfährt, wie man im Geschäftsleben mit Abschreibungen viel Geld sparen kann.

Und wie erleben Sie den Schulalltag im BK II?

Elisabeth: Da muss man wirklich am Ball bleiben. Bei einem Fehltag verpasst man manchmal so viel wie früher vor der mittleren Reife in einer ganzen Woche. Und es werden viel mehr Projekte gemacht als in anderen Schultypen.

Marco: Man braucht eine echt gute Zeiteinteilung: Projekte, Klassenarbeiten und ruckzuck steht die Abschlussprüfung an. Außerdem sind die Themen viel komplexer als im BK I. Zum Beispiel muss man in Mathe viele Unterthemen in einer Aufgabenstellung zusammen beachten und anwenden können. In der Prüfung muss man dann den kompletten Stoff beherrschen.

Robin: Ohne auch zu Hause für die Schule zu arbeiten, geht es nicht, denn es ist vor allem in den Hauptfächern sehr anspruchsvoller Stoff und es bleibt wenig Zeit zum Üben. Das war im BK I noch ganz anders.

Wie gefällt Ihnen die Arbeit in der schuleigenen Übungsfirma, der sogenannten Üfa?

Elisabeth: Dort bekommt man einen Einblick ins echte Berufsleben und man lernt selbstständiges Arbeiten und Probleme zu lösen. Das ist eine echte Herausforderung und macht auch Spaß.

Marco: Es läuft wie in einer echten Firma mit allem Drum und Dran, zum Beispiel auch mit Mahnschreiben. Da kann man viel für den Beruf lernen.

Robin: Es gibt ja auch unterschiedliche Abteilungen und Teamarbeit ist wie in einer echten Firma ganz wichtig.

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg bei den Prüfungen zur Fachhochschulreife. Ich hoffe, dass Sie Ihre beruflichen Wünsche verwirklichen können!

 

Das Interview führte Angelika Boehme, Lehrerin an der Kaufmännischen Schule Schopfheim, am 01.02.2017 mit Elisabeth Jakobi, Robin Leberer und Marco Läufer aus dem BK II.

Foto von Angelika Boehme: Elisabeth Jakobi, Robin Leberer und Marco Läufer in der Übungsfirma

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